NABU Rhein-Kreis Neuss Projekte BNE-Projekt BNE in Meerbusch

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

NABU Meerbusch

Auf der Weltkonferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992 haben 179 Länder der Erde die "Agenda 21" des Aktionsprogramms der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung unterschrieben. Ökonomische Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und ökologische Tragfähigkeit sollen gleichberechtigt gefördert und verbunden werden. Bei der Umsetzung dieser Ziele spielt Bildung eine zentrale Rolle. Für die Jahre 2005 bis 2014 haben die Vereinten Nationen deshalb die "Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen.

Drei Schwerpunktthemen gehören zu dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung:
1. Natur- und Umweltbildung
2. Globales Lernen
3. Ernährung und Gesundheit

Hierzu zählen so zukunftsrelevante Themen wie Klimaschutz, Nachhaltige Mobilität und Nachhaltiges Reisen, Natur- und Umweltschutz, Biologische Vielfalt und Artenschutz, interkulturelles Lernen, Weltwirtschaft und Fairer Handel, Ressourcenschutz und Nachhaltiger Konsum.

Es geht bei diesem Bildungskonzept nicht nur um die Vermittlung von theoretischem Fachwissen, sondern vielmehr um die Vermittlung von Gestaltungskompetenz und einer Handlungsorientierung. So sollten Projektergebnisse dokumentiert und auch der Öffentlichkeit prä-sentiert werden, ob als Ausstellung oder in Form von Zeitungsartikeln. Durch Interviews kann auf bestimmte Themen aufmerksam gemacht werden. Ein Globaler Stadtrundgang gibt Denkanstöße für bestimmte Berufsgruppen wie auch in der Zivilgesellschaft. Kinderparlamente und Schülerfirmen können sich für Müllsammelaktionen, Baumpflanzungen, Energieeinsparung, Natur- und Artenschutzprojekte oder anderes einsetzen.

Die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung sollen weltweit in allen Bereichen der nationalen Bildungssysteme verankert werden. BNE möchte allen Menschen ermöglichen, sich Wissen, Werte und Lebensstile anzueignen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind.

Das NABU-Projekt in Meerbusch versucht, hierfür Anstöße zu geben und in Schulen und Kindergärten für eine verstärkte Integration dieser Themen in den Unterricht und das Kindergartenprogramm zu werben. Nach Bedarf werden auch verschiedene Programme zu Natur- und Umweltbildung in städtischen Naturräumen für einzelne Gruppen und Schulklassen angeboten (zB Boden- und Wasserökologie, Wald als Lernort Natur, Streuobstwiese und Rheinwiesen, Artenschutz und Vogelkunde). Projekte zu Globalem Lernen werden als AGs, Unterrichtseinheiten oder im Konfirmandenunterricht organisiert (zB Kinder in Entwicklungsländern, Fairer Handel, Weltweit Wichteln, Regenwaldzerstörung, Klimaschutz). Ähnliche Module werden auch in den Ferienprogrammen des NABU in Meerbusch angeboten und für NAJU-Kindergruppen im Nachmittagsbereich.

Die entwickelten Konzepte, Literaturübersichten und Bezugsquellen, Empfehlungen zu Natur-Lernorten im Stadtgebiet, zu Kooperationspartnern und unterstützenden Organisationen werden in der Art eines Handbuchs (auch digital) zusammengefasst und dokumentiert.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die finanzielle Unterstützung des Projekts durch die Stiftung Umwelt & Entwicklung (SUE), den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), das Gemeinschaftswerk Natur und Umwelt (NUN), InWEnt, NAJU NRW, die Sparkassenstiftung Neuss und die HIT-Stiftung bedanken.

Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltige Entwicklung"

Die Kampagne "Schule der Zukunft" ist ein Beitrag dazu, Unterricht und Schulalltag nach Grundsätzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Sie wird in NRW seit 2003 von der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) in Recklinghausen koordiniert.
Für die Qualifizierung als "Schule der Zukunft" bietet die NUA fachkundige Unterstützung und Beratung. Nach Abschluss der zweijährigen Projektphase werden die Schulen, die ihre Ziele erreicht und ihre Entwicklung dokumentiert haben, als „Schule der Zukunft" ausgezeichnet. Das Engagement der Schulen erhält so öffentliche Anerkennung und der Austausch untereinander wird gefördert. Dieser Titel kann zugleich zu einer besonderen Positionierung und Bildung eines neuen Profils der Schule beitragen. Schulen mit diesem Prädikat werden im Verlauf der Qualifizierungsphase miteinander vernetzt und können damit Erfahrungen untereinander austauschen. Bildungsmaterial zu den verschiedenen Themenbereichen ist bei der NUA erhältlich, ebenso die Quartalszeitschrift NUAncen, in der regelmäßig über die best practices an Schulen, in Vereinen, in Kindergärten und Städten NRWs berichtet wird. Die unter www.schule-der-zukunft.nrw.de dokumentierten Ergebnisse der Kampagne können als Vorbilder wirken und beispielhaft zeigen, wie nachhaltige Entwicklung, Partizipation, Integration und Vernetzung eine Schule der Zukunft gestalten können.

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Infos/Kontakt: NUA, Petra Giebel, Tel. 02361/305-3331, mailto:petra.giebel@nua.nrw.de
http://www.schule-der-zukunft.nrw.de/page/content/aktuelles/aktuelles.html

http://www.schule-der-zukunft.nrw.de/page/content/downloads/info_thema.html?jid=1o10o2o0
Liste Bildungsmaterial von verschiedenen Organisationen

http://www.nua.nrw.de/nuancen/content/de/index.html
Zeitschrift NUAncen

 

 

Gemeinschaftswerk Natur und Umwelt Rhein-Kreis Neuss e.V.Die Erstellung dieser Website wurde gefördert durch das Gemeinschaftswerk Natur und Umwelt Rhein-Kreis Neuss. Vielen Dank.



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